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Nur weil „Schäferhund” draufsteht, passt er noch lange nicht

Nur weil auf einem Maulkorb „Schäferhund” steht, heißt das nicht, dass er einem Schäferhund passt.

Und nur weil auf einem Maulkorb „Pitbull” steht, heißt das erst recht nicht, dass er für einen Pitbull geeignet ist.

Diese Bezeichnungen sind oft einfach Produktnamen. Irgendwann hat ein Hersteller entschieden: Das ist jetzt ein Schäferhund-Maulkorb. Der Name blieb. Ob er wirklich für Schäferhunde gebaut wurde oder nur grob deren Kopfform beschreiben soll, ist von außen kaum zu erkennen.

Und selbst wenn: Es würde trotzdem nicht reichen.

Denn zwei Schäferhunde können völlig unterschiedliche Köpfe haben. Arbeitslinie und Showlinie unterscheiden sich teils deutlich in Schnautzenlänge und Kopfbreite. Rüde und Hündin auch. Derselbe Maulkorb kann beim einen perfekt sitzen und beim anderen überhaupt nicht passen.

Das gilt für jede Rasse.

Der Produktname ist kein Maß

Kein Hersteller definiert „Schäferhundgröße” gleich. Was bei einem Hersteller so heißt, hat bei einem anderen andere Maße und einen anderen Namen. Es gibt keinen Standard. Es gibt nur Produktnamen.

Wer einen Maulkorb nach Rasse kauft, kauft nach einem Namen. Nicht nach einer Passform.

Was wirklich zählt

Drei Maße. Die deines Hundes, nicht die seiner Rasse.

Schnauzenlänge von der Linie zwischen den Augen bis zur Nasenspitze.

Schnauzenumfang an der breitesten Stelle, bei geschlossenem Maul.

Die Hechelzugabe ist der Wert, den die meisten vergessen. Wie weit öffnet dein Hund den Fang beim Hecheln? Der Maulkorb muss das zulassen. Wenn nicht, überhitzt der Hund. 40 Prozent Zugabe zum Umfang reichen meist aus.

Mit diesen drei Maßen kannst du jeden Maulkorb einordnen. Unabhängig davon, was draufsteht. Wie du deinen Hund richtig ausmisst, erklären wir hier. Häufige Fragen zur Maulkorbauswahl beantwortet außerdem unsere Maulkorb-FAQ.

Wo es besonders oft schiefgeht

Auch bei Rassehunden wie Rottweiler oder Cane Corso variieren die Kopfmaße so stark, dass ein „Rottweiler-Maulkorb” mal passt und mal komplett daneben liegt.

Windhunde haben lange, sehr schmale Schnauzen. Kaum ein Standardmodell passt ohne Anpassung. Für sie gibt es speziell geformte Windhundmaulkörbe – aber auch da gilt: messen, nicht raten.

Was du tun kannst

Messen. Alle drei Werte. Dann die Maßtabelle des Herstellers anschauen, nicht den Rassennamen.

Wenn du unsicher bist, schick uns die Maße. Wir sagen dir, was passt und was nicht. Zur kostenlosen Maulkorbberatung.